Liveshopping-Statistik: Preisbock offenbart 4-Jahres-Bilanz

Nach vier Jahren zieht die Agentur dotsource, die hinter dem Jenaer Liveshopping-Portal Preisbock steckt, erstmals öffentlich Bilanz. Neben vielen interessanten Insights wartet die Infografik jedoch auch mit der ein oder anderen Überraschung auf. Allem voran der große Aufwand, der offenbar in Aufbau und Betrieb des Portals gesteckt wurde. Nachdem in der Vergangenheit die Preisbock-Alm jeden Tag für eine neues Produkt geöffnet wurde, gibt es ab sofort auch nur noch ein bis zwei Produkte je Woche. Vorher aber gibt das Unternehmen noch viele spannende Einblicke in die letzten vier Jahre:

Performance-Daten

  • 1,96 Millionen Euro Gesamtumsatz
  • 44,30 Euro Umsatz pro Kunde (daraus ergeben sich ca. 44.000 Kunden)
  • 12.9360 Euro Höchtumsatz pro Kunde

preisbock2011-statistik

Preisbock-Community

  • Rund 100.000 registrierte User, Newsletter: 111.129 (inkl. Abmeldungen)
  • Durchschnittlich 50.000 Besucher am Tag, höchste Nutzung abends (58%)
  • 77% männlich, 53% zwischen 30 und 49 Jahren alt, 20% aus NRW
  • Über 62.000 Forenbeiträge in 1.376 Forenthreads
  • 662 Follower und ebensoviele Facebook-Fans
  • 172 Blogartikel, 3.315 Tweets, 509 Kommentare
  • Zahlung per Vorkasse oder Paypal am häufigsten
  • Erfolgreichste Marketingmaßnahme: Fernseh-Werbespot

Preisbock-Produkte

  • 5.292 angelegte Produkte
  • Bestseller sind: Sparmatic Zero (1.042 Stück), Carcassonne (861 Stück), Bud Luxury Badeenten (613 Stück)
  • Am öftesten angeschaut wurden MyWalit Geldbörse (11.379 mal), Apple MacBook (7.769 mal), Longchamp Taschen (7.611 mal)
  • Am meisten gesucht wurden: Longchamp, MacBook, iPod, Handy
  • Mit 82% ist Elektronik die interessanteste Produktkategorie

Investment ins Unternehmen

  • Investiertes Kapital: 1,2 Millionen Euro
  • 2.049 Personentage Programmieraufwand
  • 28.876 Support-Tickets, 2.041 Retouren
  • Gesamtanzahl jemals beschäftigter Mitarbeiter: 19

Es überraschen an den Zahlen einige Dinge. Zum einen der niedrige durchschnittliche Warenkorb bei einer Hauptkategorie Elektronik. Dann muss man festhalten, dass TV üblicherweise nicht der stärkste Marketing-Kanal für einen Onlineshop sein sollte, sondern idealerweise „kostenloser“, organischer Search-Traffic (im volatilen Liveshopping allerdings sehr schwierig). Hier hätte ich zumindest Affiliate als stärksten Kanal erwartet. Schlussendlich erstaunt aber auch der enorme Kostenblock von 1,2 Millionen Euro bei gerade einmal 1,9 Millionen Euro Umsatz. Selbst wenn man von Netto-Umsatz ausgehen würde und eine unrealistische durchschnittliche Gewinnmarge von 30 oder sogar 50 Prozent zugrunde legt, schreibt der Preisbock demnach tiefrote Zahlen.

Preisbock Werbespot

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